Leipziger Allerlei
Die sächsische Stadt Leipzig ist unter anderem durch ein nach ihr benanntes Gericht berühmt geworden, das Leipziger Allerlei. Oder soll man sagen, dieses Gericht ist durch die Stadt bekannt geworden ? Sei es wie es sei, an dieser Stelle soll dieses Gericht einmal vorgestellt werde. Viele werden wohl in etwa wissen, worum es sich hier handelt, aber ganz genau wissen dies wohl nur die Sachsen. Beim Leipziger Allerlei handelt es sich um ein Gemüsegericht aus verschiedenen Sorten von Gemüse. Meistens wird es als Beilage serviert. Traditionell besteht es aus Karotten, jungen Erbsen, Spargel und Pilzen. Das Originalrezept schreibt Morcheln vor, aber da dieser Pilz sehr schwer auf den Märkten zu haben ist, greift man auch auf andere Pilze, meist Champignons aus der Dose, zurück. Alle diese Zutaten sind bereits im späten Frühjahr zu bekommen. Die ersten Möhren werden geerntet, der Spargel wächst um diese Zeit und es gibt auch schon junge Erbsen. Einer der ersten Frühjahrspilze ist die Morchel und auf Grund dieser jahreszeitlichen Gegebenheiten ist Leipziger Allerlei eigentlich ein saisonales Gericht. Da nun aber in den heutigen Tagen Gemüse und Pilze das ganze Jahr über verfügbar sind, lässt sich das Gericht auch während der anderen Jahreszeiten zubereiten. Das klassische Leipziger Allerlei in seiner verfeinerten Form schreibt auch Flusskrebse, Semmelklößchen und Krebsbutter vor. Die Gemüse werden getrennt voneinander gegart. Danach werden sie in Butter geschwenkt, was dem Gericht eine besonders feine Note gibt und das Ganze kommt in einer Gemüseschale auf den Tisch. Gewürzt wird das Gericht mit weißem Pfeffer und Salz sowie mit geriebener Muskatnuss. Weiterhin werden Petersilie und Kerbel verwendet.
Eine Legende besagt, dass das Leipziger Allerlei nach den Napoleonischen Kriegen erfunden wurde, um die Stadt vor Steuereintreibern und Bettler zu schützen. Da kein Fleisch auf den Tisch kam, sollte wohl vorgetäuscht werden, dass man sich in der Stadt nur Gemüse leisten könne. Das sollte lästige Personen veranlassen, sich in anderen sächsischen Städten wie Halle oder Dresden umzutun.
