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Die schönste Stadt von Sachsen

Völkerschlachtdenkmal

Im Südosten der Stadt Leipzig, zwischen den zwei Stadtteilen Stötteritz und Marienbrunn liegt an der Prager Straße, angrenzend an den Südfriedhof, eines der Wahrzeichen der Stadt, das Völkerschlachtdenkmal. Das Denkmal wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts errichtet und im Jahre 1913 eingeweiht. Damals wussten die Menschen noch nicht, dass der bislang größte und opferreichste Krieg der Geschichte ihnen kurz bevorstand. Das Völkerschlachtdenkmal erinnert an die sogenannte Völkerschlacht, die im Jahre 1813, also genau 100 Jahre vor der Einweihung des Denkmals, vor den Toren Leipzigs stattfand. Diese Schlacht war ein wichtiger Bestandteil der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft, an denen Preussen, Russen, Österreicher und Schweden teilnahmen. Deutsche Soldaten mussten sogar für beide Seiten kämpfen.

Die Entwürfe für das Denkmal stammen vom Berliner Architekten Bruno Schmitz, der bereits das Denkmal auf dem Kyffhäuser entworfen hatte. Nach diesen Entwürfen wurde das Denkmal dann auch erbaut. Mit einer Höhe von 91 m ist es das höchste Denkmal in ganz Europa und steht an einem der Brennpunkte der damaligen Kampfgeschehnisse. Es hat eine Aussichtsplattform zu der vom Fuße des Sockels genau 500 Stufen hinauf führen. Erst seit kurzem gibt es zwei Personenaufzüge. 324 annähernd lebensgroße Reiter sind in der Decke der Kuppel der "Ruhmeshalle" dargestellt. In der Ruhmeshalle sind vier knapp 10 m hohe Statuen angeordnet, die die Totenwächter symbolisieren. Diese verkörpern die vier Tugenden Tapferkeit, Volkskraft, Opferbereitschaft und Glaubensstärke. Vorbilder dieser Statuen waren die Memnonsäulen des Alten Ägypten bei Theben. Das Mittelrund in der Halle wird in seiner Gesamtheit von der Krypta eingenommen, die symbolisch das Grab der mehr als 120 000 Gefallenen der Völkerschlacht darstellt. Die Wände werden bewacht von steinernen Kriegern, die in acht Zweiergruppen aufgestellt sind. In der Mitte der Krypta befindet sich eine Grabplatte aus Bronze, geziert von einem Kranz. Den Fuß des Denkmals besetzt der Erzengel Michael, der für das deutsche Verständnis von kriegerischen Auseinandersetzungen als Schutzpatron der Soldaten galt. Zu beiden Seiten des Erzengels befinden sich Reliefmauern mit dem Erzengel auf einem Streitwagen und Furien darstellenden Frauen. Der dem Denkmal vorgelagerte Teich, in dem dieses sich widerspiegelt, symbolisiert die Tränen aller gefallenen Soldaten.

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